Zitat von Wuselsuse im Beitrag #14DAs geht für schnelles Gehen und auch nur ne zeitlang. Mir reicht der Halt für den Knöchel nicht und ich habe auch etwas mehr Bewegung und dadurch Reibung in Sandalen. Aus der Erfahrung geht es für ein paar Kilometer gut, aber nicht mehrere Tage hintereinander und 8 STunden am Stück. Da wandere ich mit Sportschuh oder Wanderschuh erheblich sicherer und blasenfreier.
Hmm, ist wohl alles doch ziemlich individuell, wobei die meisten hier ja den Halt für den Knöchel als unzureichend empfinden.
Im Caminoforum gibt es einige, die die ganzen Strecken damit laufen. Das kann ich mir halt auch gar nicht vorstellen.
Ich möchte keinesfalls die ganzen Strecken mit Wandersandalen laufen, hätte die aber gern sozusagen als Plan B mit dabei, wenn ich bemerke, dass sich was in meinen gut eingelaufenen Schuhen andeutet. Dann wär das ein anderer Schuh und die Reibung dadurch an der speziellen Stelle weg.
Ich bin prinzipiell überhaupt nicht blasenanfällig, hab bei den Vorbereitungen und auf dem Weg nach SdC auch keine einzige Blase bekommen. Hauptgrund ist eben dieser blöde Sporn, der sich am rechten Außenwrist kurz unterhalb des kleinen Zehs gebildet hat. Der braucht halt mehr Platz.
War schon deshalb beim Orthopädiemechaniker, die Einlage und der Schuh wurden entsprechend angepasst, jetzt kann ich nur hoffen, dass die ganzen Maßnahmen reichen.
Denn die unerquickliche Alternative wäre sonst - laut Aussage des Oberarztes der Orthopädie im KH - eine OP, wo der Fuß auf der rechten Seite aufgemacht, der Sporn entfernt, von zwei weiteren Knochen abgeschabt werden müssten. Das würde ich halt schon ganz gern vermeiden. Denn da müsste ich sonst wohl mit einem Ausfall von mehreren Monaten rechnen.
Um welchen WAnderumfang geht es denn konkret, welchen Weg planst du? Ich meine, ich hatte schon mal gefragt, warum für den Sporn keine Zertrümmerung, ähnlich den Stoßwellen beim Fersensporn in Frage kommt, hab aber die Antwort vergessen .
Ich neige ja auch dazu, Beschwerden nicht wahrzunehmen, zudem bin ich extrem schmerzunempfindlich. Nicht, weil ich sensorische Probleme habe, sondern weil ich meinen Fokus häufig nicht darauf lege. Ich hatte beim Mammutmarsch sogar andere Schuhe im Rucksack, hab es schlicht und ergreifend erst im Ziel gemerkt, dass da was nicth stimmt. Und da waren beide Zehen schon gut blau . Das wäre vermutlich vermeidbar gewesen.
Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun
Zitat von Sugargypsy im Beitrag #16 Im Caminoforum gibt es einige, die die ganzen Strecken damit laufen. Das kann ich mir halt auch gar nicht vorstellen.
238 km bin ich auch damit gegangen, rd. 20 km am Tag. Ging gut.
Mein Tagebuch: t2210f6-Mein Leben: leicht und erfüllt-Evas-Tagebuch.html
Zitat von Wuselsuse im Beitrag #17Um welchen WAnderumfang geht es denn konkret, welchen Weg planst du?
Was ich gern möchte und was es dann wird, das wird man sehen. Muss erst mal schauen, wie sich alles entwickelt.
Ich würd gern im späten Frühjahr (Mai/Juni) nach Spanien, am liebsten den Camino Primitivo (360 km) laufen. Für mich - in meinem aktuellen Zustand - sehr ambitioniert , da der Weg durch das Mittelgebirge Asturiens verläuft. Muss ich erst mal schauen, ob ich so fit werde bzw. das trau ich mir zu, aber nur, wenn keine längeren, krankheitsbedingte Pausen dazwischen kommen.
Da die Schwäbische Alb (auch Mittelgebirge mit etwas weniger Höhenmetern) von mir ja nicht weit entfernt ist, kann ich das gut vorab testen. Da möchte ich vorab zumindest einige Etappen vom Albsteig laufen - wenn ich es zeitlich irgendwie hinbekomm im Oktober. Je nach Ergebnis entscheide ich dann. Wenn ich da dann abschätzen kann, dass mein Ziel zu hoch angesetzt ist, werd ich den Portugiesischen und Englischen Weg laufen. Die sind dann vergleichsweise einfach zu bewältigen - kilometertechnisch ungefähr gleich, aber kein Vergleich mit den Höhenmetern. Aber ich steck mir meine Ziele erst Mal lieber etwas höher, das motiviert mich definitiv mehr .
Zitat von Wuselsuse im Beitrag #17Ich meine, ich hatte schon mal gefragt, warum für den Sporn keine Zertrümmerung, ähnlich den Stoßwellen beim Fersensporn in Frage kommt, hab aber die Antwort vergessen .
Nein, das reicht nicht aus. Da sind noch zwei weitere Knochen mit betroffen, die man ausdünnen müsste, um das Grundproblem zu lösen.
Zitat von Wuselsuse im Beitrag #17Ich neige ja auch dazu, Beschwerden nicht wahrzunehmen, zudem bin ich extrem schmerzunempfindlich. Nicht, weil ich sensorische Probleme habe, sondern weil ich meinen Fokus häufig nicht darauf lege.
Das mag sein, aber bei Dir verläuft der Heilungsprozess dann anders, eventuell auch schneller - keine Ahnung . Aber ich musste jetzt einmal zu oft eine lange Pause hinnehmen, in der ich nicht schwimmen und nicht laufen konnte. Das war einmal zu viel.
Ich versuche gerade alles zu unternehmen, dass ich das Problem für mich in Griff bekomme. Denn auch wenn ich vielleicht in der Situation damit umgehen kann, rückblickend hatte ich seit Dezember bezüglich Bewegung und Gesundheit nur Seuchenmonate und ich mag einfach nicht mehr.
Ich wandere nie mit Treckingsandalen und selbst im Büro hab ich äußerst selten normale Sandalen an den Füßen..... Daher kann ich hier gar keinen Beitrag leisten.
Ich finde auch, dass Treckingsandalen mal zum "einen Tag wandern" sind. Ansonsten halt nen fester Schuh.
P.S. In meinen Barfussschuhen habe ich auch, zum Teil, Socken an. Die heißen ja nicht so, weil man nur barfuss drin laufen darf, sondern, dass man sich "wie barfuss" fühlt. Im Augenblick, durch meine Verletzung, trage ich auch Barfussschuhe, die eine dickere Sohle haben. Aber nur, weil ich sie weiter öffnen kann.
Ich bin wie Leseratte und Eva auch öfter mit Treckingsandalen unterwegs. Nachdem ich hier die Antworten gelesen habe, erschleicht mich der Eindruck, dass hier halt wie bei normalen Schuhen einfach gewisse Vorlieben und Abneigungen existieren.
Grundsätzlich kannst du mit Trecking-/Wandersandalen gut und oft längere Wege machen. Ich trage sie gerade im Sommer oft gerne, solange ich nicht im hohen Gebirge unterwegs bin. Da brauche ich dann wirklich Wander-/Gebirgsschuhe, die hoch sind und richtig harte, feste, schwere Schuhe sind. Gebirgstauglich halt. Aber Strecken, die einfach auf und ab gehen, über Stock und Stein, Wurzeln und so, mache ich problemlos mit den Sandalen. Halt geben sie für mich auch genug. Sind ja stabile Schuhe von der Sohle her und so.
Klar landet mal ein Blatt, ein Stein o.Ä. im Schuh, aber sehr viel weniger, als man meinen würde. Die sind schon gut gemacht. Achte einfach unbedingt darauf, dass du vorne genug Platz hast. Da wird dich eine gute Beratung aber darauf hinweisen. Und dass du alle Riemen verstellen kannst. Ich habe welche von Teva und komme sehr gut damit klar.
Wenn du sonst gerne offene Schuhe, Sandalen o.Ä. trägst, wirst du auch Treckingsandalen mögen. Wenn du sonst das eher nicht magst, wirst du es auch da nicht mögen. Das ist meine Einschätzung
Vielen Dank erst Mal für eure Antworten. Ich denk, ich werd jetzt mal in 2 Sportläden gehen und mir die Schuhe anschauen und anziehen. Dann kann ich das besser beurteilen, als wenn ich nur Fotos im Internet anschau.
Zitat von leseratte69 im Beitrag #9Ich kann alle Längen (vorne an den Zehen, der Rist und auch hinten an der Ferse) mit Klett verstellen und laufe im Sommer (außer in den Bergen) nur mit den Trekking-Sandalen.
Da dieser Hinweis jetzt mehrmals kam, werd ich mir das auf jeden Fall merken. Allerdings hab ich jetzt auch Trekkingsandalen entdeckt die vorne geschlossen sind und nur an den Seiten offen. Damit könnte vielleicht eher die Gefahr, dass Steinchen reingeraten, minimiert werden.
Aber zumindest auf den Fotos sind die dann nur eingeschränkt mit Klettverschlüssen ausgestattet.
Zitat von Sporty im Beitrag #22Klar landet mal ein Blatt, ein Stein o.Ä. im Schuh, aber sehr viel weniger, als man meinen würde.
Einmal könnte bei mir da leider ausreichend sein. Aber das ist eine Entscheidung, die ich eh selbst treffen muss, ob ich das Risiko eingehen will oder nicht.
Zitat von Sporty im Beitrag #22Wenn du sonst gerne offene Schuhe, Sandalen o.Ä. trägst, wirst du auch Treckingsandalen mögen.
Ich lauf sehr gern in Sandalen, daher auch überhaupt die Überlegung. Aber wie gesagt, da geht es weniger ums mögen, sondern wie vernünftig bzw. unvernünftig es ist.
Zitat von eva1302 im Beitrag #24Also ich hab auch bei normalen Wanderschuhen öfter mal Steine, Äste, Blätter oder sonstwas im Schuh. Ich würde sagen, bei den Sandalen nicht öfter.
Wär super, wenn das bei mir dann auch so wäre . Denn ich hab eigentlich nie irgendwas in meinen Wanderschuhen . Kann mich jedenfalls wissentlich nicht dran erinnern, dass da irgendwas in den letzten Jahren gewesen wäre.
Ich weiß, dass das sich gerade für die meisten vermutlich total übervorsichtig anhört, aber das mit meinen Füßen ist einfach eine never-ending-story, wie einige von euch ja schon mitbekommen haben. Daher bin ich diesbezüglich da halt echt zum "trauminet so recht" geworden.
Ich kann das total gut verstehen und finde es selbst bei gesunden Füßen maximal wichtig, dass man auf seine Füße acht gibt. Bei deiner Erkrankung ist es nochmal wichtiger. ich glaube, genauso wichtig wie die Schuhwahl ist aber auch die Gewöhnung der Füße an Strecke. Also in Vorbereitung auf die Wanderung in den Schuhen vielleicht montags 3 Kilometer, dienstags 4 Kilometer, mittwochs 5 Kilometer - gesteigert bis 10 Kilometer oder auch ruhig mal der LÄnge einer Tagesetappe. Training also nicht nur wegen der Ausdauer, sondern auch wegen der Füße. Das hilft.
Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun
Zitat von Wuselsuse im Beitrag #26ich glaube, genauso wichtig wie die Schuhwahl ist aber auch die Gewöhnung der Füße an Strecke.
Keine Frage.
Zitat von Wuselsuse im Beitrag #26Also in Vorbereitung auf die Wanderung in den Schuhen vielleicht montags 3 Kilometer, dienstags 4 Kilometer, mittwochs 5 Kilometer - gesteigert bis 10 Kilometer oder auch ruhig mal der LÄnge einer Tagesetappe. Training also nicht nur wegen der Ausdauer, sondern auch wegen der Füße. Das hilft.
Im Moment laufe ich nur 2 x die Woche - mit rudern + Studio, Rehatraining und schwimmen bin ich ansonsten gerade gut ausgelastet . Leider noch nicht so regelmäßig, wie ich gern möchte, aber es ist gerade eh eher zu viel. Ich merk gerade, dass meine Knie gaanz leicht meckern, das war seither noch nie ein Thema. Und Muskelkater hab ich auch dauernd .
Die 3 Stunden letzten Samstag, dass ich bei der Wanderung am Geburtstag teilgenommen habe, war jedenfalls so prinzipiell nicht sonderlich gut überlegt von mir . Hat mich auch gut angestrengt.
Ziel ist das natürlich auszubauen, aber schön behutsam. Meine Beine / Füße sind ja durch die lange Pause auch nichts mehr gewöhnt ...
Im Moment hab ich mir überschaubare Ziele hier in S und Umgebung rausgesucht, mit Höhenmetern, was hier ja nicht sonderlich schwer ist. 5 davon kann ich direkt von vor meiner Haustür aus starten.
Und wie gesagt, der Albtrauf ist erst im Oktober angedacht und die ersten Etappen sind auch von den Höhenmetern noch überschaubar. Und ich denk, mit meiner Zielsetzung nächstes Jahr Mai/Juni hab ich ausreichend Zeit, meine Ausdauer auszubauen + Balance zu trainieren.
Zitat von Sugargypsy im Beitrag #23Ich lauf sehr gern in Sandalen, daher auch überhaupt die Überlegung. Aber wie gesagt, da geht es weniger ums mögen, sondern wie vernünftig bzw. unvernünftig es ist.
Das ist mir klar, ich würde mir an deiner Stelle da auch alles lieber einmal zu viel überlegen als zu wenig. Bei deiner Vorgeschichte ist es mit den Schuhen sicher nicht einfach, die beste Wahl zu treffen. Aber wenn du sonst auch gerne in Sandalen läufst, setzt du dich ja auch dem Risiko aus, dass was in den Schuh kommt, oder wie machst du das, dass es nicht passiert? Wenn ich mit normalen Sandalen z.B. über Kies laufe, habe ich schneller mal einen Stein drin. Bei den Treckingsandalen eher nicht. Das fällt mir als Vergleich noch ein.
Und das mit den geschlossenen Trekkingsandalen wollte ich dir auch noch schreiben. Die haben quasi einen Zehenschutz. Die gibt es auch, hatte ich allerdings noch nie an. Da würde ich dir empfehlen, in ein Fachgeschäft zu gehen und das einfach mal zu probieren. Ich musste damals im Geschäft mehrere Sandalen probieren, bevor ich mich für eins entschied, das wirklich gut passte, da mein Fuss breiter ist und ich gerade bei Sandalen oft an der Seite dann ein Problem bekomme. Besser gefallen hätte mir ein anderes Paar, aber bei allen Schuhen, mit denen ich wandere, bin ich kompromisslos. Die müssen wirklich gut passen und funktional optimal sein. Die Sohle ist auch noch wichtig. Es gibt welche mit relativ dünnen Sohlen. Die bringen nicht viel fürs Wandern. Eine dicke Sohle - so wie halt auch bei Wanderschuhen die Sohlen dicker sind - finde ich persönlich wichtig. Dann spürst du nicht jeden Stein und jede Wurzel.
Zitat von Sporty im Beitrag #28Aber wenn du sonst auch gerne in Sandalen läufst, setzt du dich ja auch dem Risiko aus, dass was in den Schuh kommt, oder wie machst du das, dass es nicht passiert?
Im Wald, wo Rollsplit auf den Wegen liegt, da lauf ich bis jetzt immer in geschlossenen Schuhen. Und sonst lauf ich ja fast nur in der Stadt auf asphaltierten Straßen. Da gibt es nicht viel, was in die Schuhe reinkommen kann. Klar, kann da auch was passieren, aber da hab ich mich irgendwann mal entschieden, dass ich dieses Risiko eingehe.
Aber jedes Mal, wenn ich zum Orthopäden oder Podologen geh und da meine Sandalen an hab, kommt immer zumindest ein entsprechender Blick oder auch ein Kommentar dazu ... Die sehen das gar nicht gern.
Es gibt dafür auch Spezialschuhe, auch Sandalen (mit so einem Seitenschutz), aber die sind so klobig, schwer und altbacken, die will ich nicht tragen. Hab gerade nochmal in den Katalog geschaut . Vom Aufbau sind die alle sehr hoch gebaut, um die Gefahr zu verringern, dass was reinrutscht, sind aber halt nicht wandertauglich.